Portrait of young woman with colored hair consulting with prosthetist in orthology clinic

Prüfung und Marktzugang für Medizintechnik und -produkte

Innovation und Compliance – mit Sicherheit

Mit unserer Kompetenz aus der Sicherheitsforschung begleiten wir Sie dabei, innovative Medizintechnik und medizinische Produkte zuverlässiger, wirksamer und nachhaltiger auf den Markt zu bringen.

Kontaktieren Sie unser Vertriebsteam

Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Produkten und Dienstleistungen. Damit wir Sie mit dem richtigen Ansprechpartner in Kontakt bringen können, benötigen wir ein paar weitere Informationen von Ihnen.

Thank you!

One of our team members will respond to your request as soon as possible.

Herausforderungen bei medizinischer Innovation, Sicherheit und Compliance

Fortschritte in der Medizin- und Labortechnik gehen häufig mit neuen Sicherheitsrisiken, fehlendem regulatorischem Know-how und dem Mangel an geeigneter Software einher – Faktoren, die den Weg bis zum Markteintritt und zur Auslieferung des ersten Geräts an Kundinnen und Kunden zu einem anspruchsvollen Hürdenlauf machen. Erst wenn alle Hindernisse überwunden sind, kann ein Medizinprodukt, das mehr Sicherheit, mehr Konformität und mehr Nachhaltigkeit bietet, auf den Markt kommen.

Wir unterstützen Hersteller von Medizin- und Labortechnik:

Doctor who looks at the evolution of the patient's brain on the tablet. Neurology lab

Optimieren Sie den Marktzugang

Erfahren Sie, wie Sie von Anfang an sicherere und zuverlässigere und konformere Geräte entwickeln können*. Automatisieren Sie regulatorische Angelegenheiten mit unseren digitalen Tools. Zeigen Sie die Einhaltung der Sicherheits-, Markt- und Branchenanforderungen mit unserem Test- und regulatorischen Zertifizierungsdienst.

Umgang mit Cybersicherheitsrisiken

Demonstrieren Sie Sicherheit für Anwender und industrielle Systeme durch Security-by-Design sowie Tests, Zertifizierungen und Bewertungen von verbundenen Geräten.

Lieferantentransparenz erweitern

Erhöhen Sie die Transparenz bei Lieferanten und Werkstoffen für ein besseres Qualitäts- und Risikomanagement. 

Produktentwicklung innovieren

Nutzen Sie unsere Expertise in Human Factors Engineering und Software, um sichere, anwenderfreundliche und nutzerzentrierte Medizin- und Labortechnik zu entwickeln.

Aufbau qualifizierter Mitarbeiter

Erstellen Sie automatisierte, rollenbasierte Schulungsprogramme – so reduzieren Sie das Risiko der Non-Compliance und steigern die Sicherheit am Arbeitsplatz.

Verbesserung der ESG-Performance

Verbessern Sie Ihr Verständnis der geltenden ESG-Richtlinien und optimieren Sie Datenerhebung, Berichterstattung und Offenlegung.

Unser Angebot für innovativeUnternehmen aus Medizin- und Labortechnik

Mit unserem Produktdesign* und unserer regulatorischen Expertise und Software helfen wir Ihnen, Ihre Sicherheits-, Compliance- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Unsere Test- und Zertifizierungsdienste helfen, Compliance zu demonstrieren*.

Royalty-Free Stock Photography by Rubberball.com

Marktzugang für Medizin- und Labortechnik

Wir helfen Kunden, nutzbare Produkte zu liefern und den Marktzugang mit unserer Produkt- und regulatorischen Expertise und Software zu optimieren. Unsere Test- und Zertifizierungsdienste helfen Unternehmen, die Produktsicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu demonstrieren*.

Marktzugang für Medizin- und Labortechnik

Wir helfen Kunden, nutzbare Produkte zu liefern und den Marktzugang mit unserer Produkt- und regulatorischen Expertise und Software zu optimieren. Unsere Test- und Zertifizierungsdienste helfen Unternehmen, die Produktsicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu demonstrieren*.

Royalty-Free Stock Photography by Rubberball.com

Prüfung und Zertifizierung von Medizin- und Labortechnik

Software-Tools für Medizin- und Labortechnik

Lernen Sie unsere Experten kennen

„Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, mit denen innovative Medizintechnikunternehmen wichtige Technologien sicher und effektiv auf den Markt bringen können.“

Pamela K. Gwynn

Pamela K. Gwynn

Principal Engineer, Consumer, Medical and Information Technology (CMIT)

„Eine gut durchdachte regulatorische Strategie kann Innovation fördern, den Marktzugang vereinfachen und Ihr Unternehmen auf Wachstumskurs bringen.“

Evangeline Loh

Senior Manager, Quality & Regulatory Affairs

Laden Sie unsere Broschüre herunter

Robotic engineer colleagues working on robotic knee replacement surgery project, adjusting robots settings. Concept of robotics, engineering and computer science in healthcare.
UL Solutions

Kontaktieren Sie unser Team

Wir helfen Ihnen mit unserer regulatorischen Expertise und Software dabei, Ihre Sicherheits-, Compliance- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Regionale regulatorische Veränderungen
    Medizinprodukte werden immer komplexer und immer integrierter. Regulatorische Behörden passen die Vorschriften regelmäßig an, um die Öffentlichkeit bestmöglich zu schützen. Diese Veränderungen vollziehen sich in verschiedenen Regionen unterschiedlich schnell, weshalb Hersteller ständig am Ball bleiben müssen, um lokale Vorschriften zu jeder Zeit zu erfüllen.
  2. Regulatorische Harmonisierung
    Um den Marktzugang zu vereinfachen, schließen manche Länder gegenseitige Abkommen zur Harmonisierung der Zertifizierungsanforderungen ab. Damit soll verhindert werden, dass Hersteller den gleichen regulatorischen Prozess für jeden Markt einzeln durchlaufen müssen. Das Medical Device Single Audit Program (MDSAP) sowie die Zusammenarbeit zwischen der Chinesischen National Medical Products Administration (NMPA) und der malaysischen Behörde für Medizinprodukte (MDA) sind gute Beispiele dafür.
  3. Verstärkter Fokus auf Überwachung nach der Markteinführung
    Die Regulierungsbehörden legen heute mehr Wert auf Post-Market-Surveillance (PMS). Hersteller müssen deshalb ihre Prozesse für die Überwachung von Sicherheit und Leistung nach Inverkehrbringen stärken. Die Erwartungen sind von Region zu Region zwar noch unterschiedlich, aber eine weltweite Harmonisierung wird bereits vorbereitet.

Der Übergang von der alten EU Richtlinie über Medizinprodukte (MDD) zur aktuellen Verordnung über Medizinprodukte (MDR) hat neue Anforderungen mit sich gebracht, die sich auch auf die Strategie für das Inverkehrbringen in Europa auswirken. Die MDR legt mehr Gewicht auf klinische Evidenz, PMS und laufende Überwachung. Die Anzahl der Benannten Stellen, die CE-Zertifizierungen vergeben dürfen, ist allerdings nicht viel höher als vorher. All das führt dazu, dass manche Hersteller ihren ursprünglichen Zeitplan nicht einhalten können.

In den USA dagegen sind die regulatorischen Verfahren, wie etwa das 510(k)- und das De Novo-Verfahren, gut etabliert. Mechanismen wie der Q-Sub-Prozess ermöglichen es Unternehmen, um schon früh im Prozess mit den Regulierungsbehörden in den Austausch zu gehen. In der EU entstehen langsam ähnliche Möglichkeiten zum Dialog mit den Behörden, doch diese sind je nach Benannter Stelle unterschiedlich.

Hersteller gehen die Planung der Markteinführung deshalb jetzt strategischer an. In jeder Region gibt es eigene Chancen und Herausforderungen – deshalb ist es am besten, vom Gerätetyp, den verfügbaren Daten und den internen Ressourcen aus zu planen.

In den USA hängen die regulatorischen Anforderungen für digitale und softwarebasierte Gesundheitsprodukte davon ab, wie die FDA die Softwarefunktion des Produkts einordnet. Der Digital Health (DH) Policy Navigator der FDA unterstützt Hersteller dabei, sich im Prozess zurechtzufinden. Das interaktive digitale Tool zeigt an, welche Gesetze, welche Vorschriften und welche Richtlinien möglicherweise anzuwenden sind.

Der Navigator führt Nutzer durch einen Fragenkatalog, um jede Softwarefunktion einzeln zu bewerten. Aufgrund der Antworten gibt das System dann eine von drei wahrscheinlichen Kategorisierungen aus:

  • Es handelt sich wahrscheinlich nicht um ein Medizinprodukt
  • Es unterliegt möglicherweise dem Ermessensspielraum der Behörde
  • Es wird wahrscheinlich der Aufsicht der FDA unterliegen

Wenn ein Produkt der Aufsicht der FDA unterliegt, werden aufgrund der Geräteklassifizierung regulatorische Kontrollen festgelegt. Entwickler können auf Ressourcen der FDA zurückgreifen, um den Weg zur Klassifizierung und die Anforderungen an Einreichungen vor Markteinführung (510(k), De Novo bzw. Pre-Market Approval (PMA)) besser zu verstehen.

Das Inverkehrbringen von Software als Medizinprodukt (SaMD) oder mobilen Apps unterliegt dem gleichen Verfahren wie die Registrierung von Medizinprodukten durch die FDA. Die unten aufgeführten Schritte stellen den Prozess, wie er auf der „Device Advice“-Seite der FDA beschrieben ist, vereinfacht dar.

  1. Beginnen Sie mit der Bestimmung des Verwendungszwecks der Software und der damit verbundenen Risikoklassifizierung. Dies hilft bei der Identifizierung der geltenden regulatorischen Anforderungen, einschließlich der Qualitätssystemvorschriften und der Kennzeichnung.
  2. Wählen Sie einen Einreichungspfad aus. Abhängig von der Klassifizierung des Produkts kann es eine 510(k), De Novo oder PMA-Einreichung erfordern. Jeder Pfad hat seine eigenen Datenanforderungen und Dokumentationsstandards.
  3. Bereiten Sie Ihre Einreichungsunterlagen vor und senden Sie sie. Nach der Einreichung kann die FDA zusätzliche Informationen oder Erläuterungen anfordern. Eine zeitnahe und klare Kommunikation hilft, den Überprüfungsprozess zu rationalisieren.
  4. Nach der Freigabe oder Genehmigung müssen Hersteller ihre Einrichtung bei der FDA registrieren und ihre Geräte auflisten. Laufende Verantwortlichkeiten können die Meldung unerwünschter Ereignisse, Aktualisierungen und Audits umfassen.

Medizintechnik-Unternehmen können einen strukturierten ESG-Ansatz wählen. Dazu sind sechs wichtige Maßnahmen erforderlich:

  1. Durchführung einer Lebenszyklusbewertung (Life Cycle Assessment, LCA)
    Zunächst bewerten Sie die vollständigen Umweltauswirkungen jedes einzelnen Produkts. Die Bewertung umfasst auch die Rohmaterialien, Produktion, Verwendung und Ende der Lebensdauer. LCAs können helfen, Energie zu sparen, Abfall zu vermeiden und Produkte für eine weitere Verwendung neu zu konstruieren, was wiederum Kosten sparen kann.
  2. Einführung grüner Beschaffungspraktiken
    Wählen Sie Lieferanten aus, die sich ESG-Prinzipien verpflichtet haben. Dazu gehört auch die Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung des Lieferanten, die Auswahl lokaler Zulieferer, um transportbedingte Emissionen zu reduzieren und eine transparente Einkaufspraxis. So vermeiden Sie auch Image-Schäden.
  3. Umstellung auf erneuerbare Energien
    Betreiben Sie wenn möglich Ihre Werke mit sauberer Energie wie Solar, Wind, Bio-Brennstoff oder Biogas. Neue Technologien wie Fenster mit integrierten Solarzellen oder Geothermie können Sie von fossilen Energieträgern unabhängiger und langfristig effizienter machen.
  4. Verbesserung der betrieblichen Energieeffizienz
    Führen Sie regelmäßig Energieaudits durch, um unnötigen Energieverbrauch durch Ausrüstung, Gebäude oder Prozesse zu erkennen. Routinewartung, Geräte-Upgrades und energiebewusste Auslegung durch bessere Isolierung oder Tageslicht kann zu deutlichen Einsparungen führen.
  5. Überwachung und Einhaltung globaler Vorschriften
    Nachhaltigkeitsvorschriften unterscheiden sich von Region zu Region. In der EU gilt die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD), in den USA die SEC-Vorschrift zur Veröffentlichung von Klimadaten. Um Risiken zu vermindern und auf neue Anforderungen vorbereitet zu sein, sollten Sie sich immer auf dem Laufenden halten.
  6. Ernennung eines Nachhaltigkeitsführers
    Um die Nachhaltigkeitsstrategie voranzubringen und die Verantwortung zu stärken, empfiehlt es sich möglicherweise, einen Chief Sustainability Officer (CSO) oder eine Chief ESG Officer (CESGO) einzusetzen, der die Nachhaltigkeitsziele auf den Betrieb abstimmt und Konformität, Innovation und Einbindung der Interessensgruppen verbessert.

Dieses Maßnahmenbündel kann die Grundlage einer ESG-Strategie sein, die speziell auf die Medizintechnikbranche zugeschnitten ist, indem sie auf die Erreichung der Umweltziele und die Stärkung der langfristigen Unternehmensresilienz hinarbeitet.

*Innerhalb von UL Solutions bieten wir ein breites Portfolio an Angeboten für alle Medizingeräteindustrien. Dazu gehören Zertifizierungen, genehmigte/benachrichtigte Stellen und Beratungsleistungen. Um Interessenkonflikte, die Wahrnehmung von Interessenkonflikten und den Schutz sowohl unserer Marke als auch der Marke unserer Kunden zu schützen und zu verhindern, verfügen wir über Prozesse, um potenzielle Interessenkonflikte zu identifizieren und zu verwalten und Unparteilichkeit aufrechtzuerhalten. UL Solutions ist nicht in der Lage, Beratungsdienste für EU MDD, MDR oder IVDD Benannte Stelle, UKCA MD Approved Body oder MDSAP-Kunden bereitzustellen.